Menschen mit Energie
Thomas Maile - hat Pecha Kucha nach Aalen gebracht

Wer ist Thomas Maile?
Thomas Maile arbeitet seit 30 Jahren als Polizeibeamter und seit 10 Jahren im Bereich Verkehrsprävention im Ostalbkreis. Neben seinem Beruf engagiert er sich in Vereinen wie der Kreisverkehrswacht und dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Er befasst sich mit allen Aspekten der Präventionsarbeit: Organisation von Veranstaltungen, Medienkontakte, zielgruppengerechte Aktionen. Beim Lesen eines Buches stieß er auf Pecha Kucha. Das ist japanisch und heißt so viel wie Geplapper. Die Idee von Pecha Kucha: In inzwischen überall auf der Welt stattfindenden Veranstaltungen können völlig unterschiedliche Menschen Powerpoint Präsentationen zu allen Themen nach einem bestimmten Ablauf und in einem bestimmten Format vortragen. Daraus entstehen überaus inspirierende Events. Thomas Maile hat die erste Pecha Kucha Night in Aalen organisiert - mit durchschlagendem Erfolg.
Herr Maile, wofür "brennen" Sie?
Vermeidbare Unfälle verhindern.
Wer oder was inspiriert Sie?
Inspiration ist ein Prozess, der hoffentlich nie aufhört. Anregungen habe ich von Kollegen erhalten. Ich habe viel aus meinen Kontakten mit verschiedenen Schauspielern über "Das kleine Zebra" - einer Initiative zur frühkindlichen Verkehrserziehung, gelernt. Garr Reynolds (Autor des Buches "Zen oder die Kunst der Präsentation") hat mich zu einem völlig neuen Präsentationsstil inspiriert und hat mich nicht nur dazu veranlasst, alle alte Präsentationen zu löschen, sondern auch das Projekt Pecha Kucha in Angriff zu nehmen. Nicht zuletzt ist es aber einfach so, dass ein Paar offene Augen im Alltag bereits sehr viele Impulse ergeben.
Was interessiert Sie am Thema Kommunikation?
Es reizt mich immer wieder auf das Neue, mit vielen Menschen zu reden, Menschen mit einer Idee oder einer Botschaft zu erreichen.
Was scheint Ihnen dabei ganz besonders wichtig?
Der persönliche Kontakt. Auch die besten Broschüren oder Internetauftritte können diesen Kontakt nicht ersetzen. Persönlichkeit schlägt Papier!
Welche(s) Element(e) der Marketing Kommunikation nutzen Sie konkret für Ihre Arbeit - und was hat sich wirklich messbar bewährt?
Für mich ist wichtig, dass ich mit meiner beruflichen Tätigkeit, meinen ehrenamtlichen Aufgaben und meinem neuen Hobby "Pecha Kucha" in ein Netzwerk eingebunden bin.
Verschiedene Altersstufen erfordern unterschiedliche Aktivitäten. Kinder können toll mit Theater und Musik angesprochen werden. Erwachsene wollen knappe, klare Aussagen. Die Königsdisziplin sind Jugendliche und junge Erwachsene. Sie erhalten viel Kommunikationsangebote und sind deshalb mit Reizen überflutet. Wir versuchen mit einem Mix aus Aktionen, klaren Informationen, Wettbewerben und Theater den berühmten Tipping Point zu erreichen.
Was möchten Sie in Zukunft besser / anders / neu machen?
Ich möchte meine Präsentationen noch prägnanter und klarer gestalten!
Last but not least:
Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Das fängt beim Reden an!
Noch was ... Der Tag ist mein Freund!

